Ausgabe 3 | September 2013

Die beste Rente

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Eines ist sicher – die Rente“, hat der ehemalige Bundesarbeits- und -sozialminister Norbert Blüm einst formuliert. Rund 30 Jahre später wissen wir, dass die Rente nicht sicher ist. Jedenfalls was die gesetzliche Rentenversorgung betrifft. Und längst ist in unserer Realität eine Ü-65-Generation angekommen, die noch im Alter von 75 Jahren und älter in Bäckereien oder Lebensmittelgeschäften hinter der Theke stehen muss, um sich die Brötchen zur Aufbesserung ihrer Rente zu verdienen.

Die Rentenversorgung ist ein heikles Thema – auch im aktuellen Wahlkampf. Ob die 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner von den versprochenen Rentenerhöhungen tatsächlich profitieren werden, wird sich zeigen. Kritische Stimmen sind der Meinung, dass künftig ein Durchschnittsarbeitnehmer 37 Jahre in die Rentenversicherung einzahlen muss, um einen Rentenanspruch in Höhe des Sozialhilfesatzes zu haben. Das sind heute Pi mal Daumen für Alleinstehende 382,00 Euro netto. Trübe Aussichten.

Wie hoch Ihre Rente sein wird, können wir hochrechnen und Ihnen raten, was Sie tun können, um sich „die beste Rente“ zu sichern. Die Renten-Expertinnen und Rentenberater der B&H Future Renten- und Vorsorgeberatung GmbH beraten Privatpersonen und Firmenkunden – unabhängig und neutral – in allen Fragen zur gesetzlichen Rentenversicherung, u.a. zu Vorruhestandsregelungen und Altersteilzeit, zu Minijob und Hinzuverdienst. Selbstverständlich prüfen wir auch die Vollständigkeit Ihres Versicherungsverlaufs und beantworten Ihre Fragen zum frühestmöglichen Renteneintritt, zu Ansprüchen bei Erwerbsminderung oder Berufsunfähigkeit sowie als Witwe oder Witwer.

Wir beraten Sie gerne, damit Ihre Rente „die beste Rente“ für Sie ist.



      Thomas Hundertmark                    Manfred Bertschat

Inhalt

»  Editorial
   
» Fallbeispiele aus unserer Beratung
   
» Rubriken
   
» Tipp: Gesundheits-App für Führungskräfte
   
» Gewinnspiel
   
» Impressum

Fallbeispiele aus unserer Beratung

Vorzeitig in Rente oder länger im Job?

Herr W., 63 Jahre alt, erfüllt die Vorrausetzungen, um vorzeitig in Rente zu gehen. Aber er ist sich unklar über die finanzielle Situation als Rentner, zumal sein Arbeitgeber ihn bis zum 65. Lebensjahr im Unternehmen halten will und ihm Angebote unterbreitet, die von einer Vollzeitbeschäftigung über Teilzeit und Minijob bis zu einer Tätigkeit auf Honorarbasis reichen. Herr W. weiß nicht, was er tun soll und sucht deshalb eine unabhängige und neutrale Beratung auf.

Die Renten-Expertinnen und Rentenberater der B&H Future Renten- und Vorsorgeberatung GmbH prüften zunächst den individuellen Versicherungsverlauf von Herrn W. und zeigten verschiedene Aspekte seiner zukünftigen rentenrechtlichen sowie beruflichen Planungen auf. Herr W. selbst informierte sich bei seinem Steuerberater hinsichtlich der steuerlichen Auswirkungen.

Es stellte sich heraus, dass es sich für Herrn W. auszahlt, bis zum 65. Lebensjahr vollzeitbeschäftigt zu bleiben, um mehr Entgeltpunkte aufzubauen und folglich später eine höhere Altersrente ohne Abschläge zu erzielen. Darüber hinaus überzeugte Herrn W., dass er durch die Weiterbeschäftigung deutlich mehr „Netto“-Einkünfte zur Verfügung haben würde. Die Experten der B&H Future berechneten für Herrn W. auch die finanziellen Auswirkungen bei einer Minijob- oder Teilzeit-Beschäftigung sowie einer Tätigkeit auf Honorarbasis während des Rentenbezugs.

Nach Auswertungen der individuellen Berechnungen und einem Abwägen sämtlicher Vor- und Nachteile entschied sich Herr W. für eine Weiterbeschäftigung bis zum 65. Lebensjahr.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Brigitte Vogt, Geschäftsführerin B&H Future Renten- und Vorsorgeberatung GmbH,
Tel.: 06032 92670-40, Email: future@bertschat-hundertmark.de

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Rubriken

Geminderte Entlassungsabfindung für rentennahe Arbeitnehmer zulässig

Ein Sozialplan darf nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) eine geminderte Entlassungsabfindung für Arbeitnehmer vorsehen, die kurz vor dem Renteneintritt stehen. Allerdings stelle es eine nach dem Unionsrecht verbotene Diskriminierung dar, wenn bei der Berechnung dieser Minderung die Möglichkeit einer vorzeitigen Altersrente wegen einer Behinderung berücksichtigt wird. Dieses hätte eine Regelung dargestellt, die bei betriebsbedingter Kündigung dazu führt, dass ein schwerbehinderter Arbeitnehmer eine geringere Abfindung erhält als ein nicht behinderter. Diese hätte eine übermäßige Beeinträchtigung der legitimen Interessen schwerbehinderter Arbeitsnehmerinnen und Arbeitnehmer bewirkt. Werden daher Sozialplanabfindungen bei rentennahen Jahrgängen reduziert, muss die Kürzungsformel ausdrücklich bestimmen, dass der „frühestmögliche Renteneintritt“ nicht die vorzeitige Rente für Schwerbehinderte umfasst. (EuGH, Urteil vom 06.12.2012 - C-152/11 | RL 2000/78/EG Art. 2 | RL 2000/78/EG Art. 6)
T. Walla, Rechtsanwalt

Frage nach der Schwerbehinderung ist im bestehenden Arbeitsverhältnis zulässig

Das Bundesarbeitsgereicht (BAG) entschied, dass die Frage des Arbeitgebers nach einer Schwerbehinderung bzw. einem diesbezüglichen Antrag im bestehenden Arbeitsverhältnis nach sechs Monaten zulässig ist. Dies gilt vor allem zur Vorbereitung von beabsichtigten Kündigungen. Demnach besteht ein berechtigtes, billigenswertes und schutzwürdiges Interesse des Arbeitgebers an der Frage nach der Schwerbehinderung bzw. einem diesbezüglich gestellten Antrag. Nach Ablauf der Frist des § 90 I Nr.1 SGB IX ist diese Frage zuzulassen, um dem Arbeitgeber ein rechtstreues Verhalten zu ermöglichen. Dadurch wird auch erkennbar, dass der Arbeitgeber seine zum Schutz der Schwerbehinderten bestehenden Pflichten nach § 1 III KSchG und § 85 ff. SGB IX erfüllen will. Eine Diskriminierung aufgrund der Behinderung besteht durch diese Frage im Vorfeld einer Kündigung nicht (i.S.v. § 3 I 1 AGG). Vielmehr dient sie der Wahrung der Rechte und Interessen der Schwerbehinderten und ist Voraussetzung dafür, dass der Arbeitgeber die Belange des schwerbehinderten Menschen bei der Kündigung wahren kann. Auch besteht dadurch keine Verletzung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. (BAG, Urteil v. 16.02.2012 - 6 AZR 553/10)
Brigitte Vogt, B&H Future Renten- und Vorsorgeberatung GmbH

Werbungskosten bei beruflich veranlassten Krankheiten

Aufwendungen, die zur Dispokinesis - einer Bewegungsschulung insbesondere für Musikerinnen und Musiker zur Veränderung der Haltung, Erfahrungs- und Bewusstseinsdenkprozesse - erforderlich sind, können Werbungskosten sein. Der BFH (Bundesfinanzhof) prüfte dies am Beispiel einer Geigerin, die aufgrund von Bewegungseinschränkungen in der Schulter vorübergehend ihrer Erwerbstätigkeit als Musikerin nicht nachkommen konnte und die Aufwendungen für eine Bewegungsschulung als Werbungskosten geltend machen wollte. FA und FG hatten den Werbungskostenabzug abgelehnt und die Kosten als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt. Der BFH prüfte den Sachverhalt und befand, dass bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Berufstätigkeit der Anwendungsbereich des Werbungskostenabzugs nicht über Gebühr einzuschränken sei. Auch bei Büroberufen müssten z. B. Wirbelsäulenkurse oder Nackenmassagen als Werbungskosten berücksichtigt werden. Gemäß BFH sind Krankheitskosten grundsätzlich eine außergewöhnliche Belastung. Im Zusammenhang mit dem Beruf habe daher der Werbungskostenabzug Vorrang. (BFH-Urteil vom 11.7.2013, VI R 37/12)
Brigitte Vogt, B&H Future Renten- und Vorsorgeberatung GmbH

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Tipp

Gesundheits-App für Führungskräfte

Arbeitsverdichtung, Termindruck und Multitasking setzen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zunehmend unter Druck. Die Folge: Der Stress am Arbeitsplatz macht krank. Die neue App „Gesund führen“ will Führungskräften helfen, psychische Überlastungen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erkennen und diesen rechtzeitig gegenzusteuern. Denn psychische Gesundheit ist Führungsaufgabe, heißt es in einer Pressemitteilung der psyGA (Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt). Die App, die von der psyGA und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) entwickelt und vom Bundesarbeitsministerium gefördert wurde, sei für Unternehmen jeder Größe und Branche geeignet. Sie kann sofort kostenfrei im iTunes Store → und im Google Play Store → heruntergeladen werden.
Weitere Informationen: www.psyga.info →

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Gewinnspiel

Entspannt, beruhigt und macht Spaß: ein Brettspiel im Kreis von Freunden oder der Familie. Sie können ein hochwertiges Backgammon gewinnen, wenn Sie bei dem B&H Gewinnspiel mitmachen und folgende Frage richtig beantworten:

Frage: Warum lohnte es sich für Herrn W., bis zum 65. Lebensjahr beschäftigt zu bleiben?

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Impressum

Redaktion: Susann Barczikowski, Manfred Bertschat
Für allgemeine Informationen: redaktion@bertschat-hundertmark.de
Bildnachweise: Mann mit Stock © Kalle Kolodziej - Fotolia, Backgammon © ryusuke_yokoyama - Fotolia
» ausführliche Angaben

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Tel.Nr.: 06032-9267022, Fax.Nr.: 06032-9267099,
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