Ausgabe 2 | April 2014

Diversity

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind Weltmeister, aber nicht mehr Papst. Wir diskutieren weiterhin über die PKW-Maut und der NSA-Skandal erhitzt noch immer die Gemüter. Es gibt Nachrichten, die haben eine lange Lebenszeit und bleiben nachhaltig im Gedächtnis haften. Manche wirtschaftlichen Erfolge aus Top-Unternehmen sorgen für Schlagzeilen, andere Betriebe gewinnen durch ihr Verantwortungsbewusstsein ein hohes Maß an Nachhaltigkeit. Sie gehen mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen sorgsam um und sie fühlen sich ihren Mitarbeitern gegenüber verpflichtet. Kurzum: Neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten stehen ökologische und vor allem soziale Aspekte im Vordergrund. Dazu gehören auch Chancengleichheit und Vielfalt. Diversity Management – nicht selten im Leitbild verankert – gehört zu den ehrgeizigsten Unternehmenszielen der kommenden Jahre. Das bedeutet, Geschlecht, Alter, Herkunft, Behinderung sowie religiöser oder kultureller Hintergrund spielen künftig im Arbeitsalltag keine Rolle mehr. Alle erfahren die gleiche Wertschätzung und Akzeptanz. Alle sind im Miteinander füreinander. Auf der Fan-Meile funktioniert das längst.

Wir wünschen Ihnen einen geselligen Sommer!



      Thomas Hundertmark                    Manfred Bertschat

Inhalt

»  Editorial
   
» DIVERSITY
   
» RUBRIKEN
   
» NEU IM TEAM
   
» Gewinnspiel
   
» Impressum

DIVERSITY

Leerer Stuhl

Der Anteil an weiblichen Führungskräften in deutschen Unternehmen liegt noch immer deutlich unter dem erwünschten Schnitt. In den führenden Top-Unternehmen sind Aufsichtsratspositionen lediglich zu 15,1 Prozent mit Frauen besetzt. Die Bundesregierung will daher nun per Gesetz eine Änderung herbeiführen.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst durch die Vorgabe einer Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent und verbindlicher Zielgrößen für Aufsichtsrat, Vorstand und oberste Managementebenen erreicht werden soll. Die Quote soll für Aufsichtsräte von börsennotierten Unternehmen mit paritätischem Mitarbeitermitbestimmungsrecht (Montan-Mitbestimmungsrecht, Montan-Mitbestimmungsergänzungsgesetz) gelten. Betroffen sind rund 120 der großen Publikumsgesellschaften (AG und KGaA). Auch börsennotierte Unternehmen, die in der Rechtsform einer Europäischen Gesellschaft (SE) eingetragen sind, sollen ebenfalls die Mindestquote erfüllen. Bei Nichteinhaltung der Quote sieht der Gesetzesentwurf vor, dass der für das unterrepräsentierte Geschlecht vorgesehene Platz - als sogenannter Leerer Stuhl - unbesetzt bleibt.

Quelle: Dr. Mark Spielberger, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht, Haufe Online-Redaktion vom 17.07.2014

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RUBRIKEN

RENTENREFORM
Welle der Nachbesserungen bei Altersteilzeit-Verträgen?

Durch das RV-Leistungsverbesserungs-Gesetz ist mit Wirkung zum 01.07.2014 die neue Altersrente für besonders langjährig Versicherte ohne Abschläge für bestimmte Geburtsjahrgänge eingeführt worden. Diese „abschlagsfreie Rente mit 63“ ist prinzipiell für denjenigen möglich, der 45 Jahre Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt hat.

Zu den Versicherungsjahren zählen u.a. Pflichtbeitragszeiten aufgrund einer Altersteilzeitarbeit.
In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Mitarbeiter aus dem vorherigen Arbeitsverhältnis in ein solches mit Altersteilzeitvereinbarung gewechselt. Dabei wurde in den überwiegenden Fällen als Ende des Altersteilzeit-Verhältnisses der frühestmögliche Rentenbeginn gewählt, der überwiegend mit Abschlägen bei der gesetzlichen Altersrente einhergeht, die bei Vertragsschluss in Kauf genommen wurden.

Durch die neue „Rente mit 63“ fehlen vielen Altersteilzeitlern nun nur wenige Monate, um anstelle der abschlagsgeminderten Rente die neue Rentenart ohne Abschläge beanspruchen zu können.
Kommt hier eine Welle an Nachbesserungs-Wünschen auf Arbeitgeber zu? Die Einforderung einer Verlängerung des Altersteilzeitvertrages bis zum abschlagfreien Rentenbeginn?

Individuell sollte für jeden Mitarbeiter geprüft werden, ob dies eine lohnende Option darstellt und mit welchen Kosten eine entsprechende (Zusatz-)Vereinbarung für den Arbeitgeber verbunden ist.

Rechtsanwältin und Rentenberaterin Brigitte Vogt, Geschäftsführung der B&H Future, Renten- und Vorsorgeberatung GmbH

Besteuerungsrecht für Arbeitnehmer, der in Deutschland und im Ausland tätig war (hier: Großbritannien)

Spannend wird es immer dann, wenn Staaten sich über das Besteuerungsrecht von bestimmten Sachverhalten streiten. Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Großbritannien wurde geklärt, wer das Besteuerungsrecht hat, wenn Abfindungen an Mitarbeiter gezahlt werden, die in beiden Staaten gearbeitet haben.

Grundsätzlich gilt, dass eine Abfindung, die als Entschädigung für die Aufhebung des Arbeitsvertrages gewährt wird, in dem Staat zu besteuern ist, in dem die Tätigkeit ausgeübt wurde. Für den Fall, dass der Arbeitnehmer in der Zeit vor der Auflösung des Arbeitsvertrages teils in Deutschland und teils in Großbritannien tätig war, muss die Abfindung zwischen diese beiden Staaten aufgeteilt werden.

Beispiel: Max Muster war seit seiner Ausbildung in Frankfurt, wo er auch mit der Familie lebt, für einen internationalen Konzern tätig. Die Firma bot ihm nun einen Aufhebungsvertrag an. Seine Beschäftigungsdauer betrug insgesamt 25 Jahre. In den letzten fünf Jahren vor Auflösung des Arbeitsvertrages war Max Muster in Großbritannien tätig. Dort erhält er von der britischen Gesellschaft auch seine Bezüge. Nun soll ihm eine Abfindung von 250.000 € ausbezahlt werden. Es stellt sich die Frage, ob er die Abfindung in Deutschland zu versteuern hat, da er hier wohnt bzw. in Großbritannien, da er dort arbeitet oder ob die Abfindung gar aufzuteilen ist.

Lösung: Die Abfindung ist zeitanteilig aufzuteilen. Dabei ist die gesamte Beschäftigungsdauer von Beginn bis zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses maßgebend (hier 25 Jahre). Im vorliegenden Fall war Max Muster 1/5 seiner Arbeitszeit in Großbritannien tätig. Demnach sind 50.000 € in Großbritannien und 200.000 € in Deutschland im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung zu versteuern. Die in Großbritannien versteuerten 50.000 € sind in Deutschland steuerfrei, unterliegen jedoch dem Progressionsvorbehalt.

WP/ StB Christian Hoffmann
A&H Finance GmbH Steuerberatungsgesellschaft

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NEU IM TEAM

IT-Experte

Alexander Witchen, Jahrgang 1978, ist seit Anfang Juni 2014 neu im Team der Bertschat & Hundertmark Gruppe. Bevor Herr Witchen zur B&H Gruppe wechselte, war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Hochschulwesen, später bei einer Unternehmensberatung im Bereich Consulting tätig.

Bei Bertschat & Hundertmark ist Herr Witchen als IT Business Consultant zentraler Ansprechpartner für die Weiterentwicklung und Betreuung der IT-Anwendungen. Darüber hinaus unterstützt er die Geschäftsleitung bei der Implementierung von qualitätsbezogenen Maßnahmen.

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Gewinnspiel

Der Sommer verlockt zu Grillabenden in der freien Natur und in geselliger Runde. Die Bertschat & Hundertmark Gruppe verlost einen praktischen Grilleimer, wenn Sie bei unserem Gewinnspiel mitmachen und bis zum 28. Juli die folgende Frage richtig beantworten:

„Wo wird Max Muster besteuert?“

» Klicken Sie hier!

 

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Impressum

Redaktion: Susann Barczikowski, Manfred Bertschat
Für allgemeine Informationen: redaktion@bertschat-hundertmark.de
Bildnachweise: 51891331 - Colorful pencils © Andrey Kuzmin - Fotolia.com, 43144039 - Grill mit Pilzen © StefanieB. - Fotolia.com
» ausführliche Angaben

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Bertschat & Hundertmark Gruppe, Lessingstrasse 10, 61231 Bad Nauheim
Tel.Nr.: 06032-9267022, Fax.Nr.: 06032-9267099,
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